Auf dem Weg zum Kirchenkreis

 

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Verteilgrundsätze für Zuschüsse im Kirchenkreis

 

 

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Evangelische Kirche Stuttgart

 

 

 

Die Kirchenkreisverwaltung

 

 

Aller Anfang ist schwer Die rechtliche Grundlage für den Kirchenkreis ist mit dem Kirchenkreisgesetz geschaffen.

 

Die Kirchenkreissatzung ist ebenfalls unter Dach und Fach und die Vereinbarung zwischen der ev. Gesamtkirchengemeinde Stuttgart und dem Kirchenkreis Stuttgart über die Auftragsverwaltung des Kirchenkreises durch die Gesamtkirchengemeinde ist rechtskräftig, so dass zum 01.01.2008 der Kirchenkreis seine Aufgaben wahrnehmen kann.

 

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" heißt es zwar bei Hermann Hesse, aber wenn man sich den langen Weg anschaut von der ersten Idee bis zu den jetzt vorliegenden Rechtsgrundlagen, dann drohte das Zauberhafte oftmals unter einem Wust von wohlmeinenden Vorschlägen zu ersticken. Die zentralen Herausforderungen, die vom Kirchenkreis in der ersten Legislaturperiode zu bewältigen sind, werden wir mit diesem Tempo jedenfalls gewiss nicht bewältigen können.

 

Während Kirchenkreisgesetz und Kirchenkreissatzung von dem Bemühen geprägt sind, den Kirchenkreis überschaubar zu machen, indem man z. B. Ausschüsse verringerte oder die Synode verkleinert hat; so finden wir in der "Vereinbarung über die Auftragsverwaltung" so manche Selbstverständlichkeiten. Vermutlich nach längerem konsistorialem Nachdenken ist man z. B. dahinter gekommen, dass ein Haushaltsplan aufzustellen ist. Das ist mit dem "Plan für die kirchliche Arbeit 2008" für den Kirchenkreis Stuttgart längst geschehen und wäre auch ohne eine solche Vereinbarung nicht unterblieben.

 

Da sowohl der ehemalige Stadtverband, als auch die von den drei Kirchenbezirken und von der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart übernommenen Arbeitsbereiche finanziell abzubilden waren, ist ein kompliziertes Gesamtwerk entstanden, das aber mit viel Sachkenntnis aufgestellt wurde. Man kann in diesem Fall aber nicht von Bequemlichkeit ausgehen, die in der Regel dazu führt, dass am Bestehenden festgehalten wird getreu dem schwäbischen Spruch: "mir brauchet nix Neues". Vielmehr bestand die Notwendigkeit zu diesen fünf Teilen, da der finanzielle Pro-Kopf-Aufwand je Arbeitszweig in den vier Kirchenbezirken unterschiedlich hoch ist und die Zuweisungsbeträge je Kirchenbezirk aber weiterhin getrennt berechnet werden. Somit konnten lediglich die bisherigen Aufgaben des Stadtverbandes zum Start des Kirchenkreises auf alle gemeinsam umgelegt werden.

Nach der Satzung des Kirchenkreises gilt diese Regelung bis zum 31.12.2013 weiter. Bis dorthin sind viele kleine Schritte in Richtung gleicher Pro-Kopf-Aufwand nötig, damit sich mathematisch und auch gefühlsmäßig die Verteilungsgerechtigkeit einstellt.

Auch unter dem Stichwort "Kostenerstattung" sind in der Vereinbarung Regelungen getroffen worden, die einer solchen nicht bedurft hätten und durch die Praxis schon längst überholt sind.

 

Wenn z. B. von "Risikoprämie" gesprochen wird, die von den Kirchenbezirken an den Kirchenkreis zu bezahlen sind, so können die Akteure darauf verweisen, dass sehr exakt berechnete Zuführungsraten zum Betriebskapital oder zur Absicherung der Personalkosten von den Kirchenbezirken überwiesen wurden.

 

Von der Praxis überrollt wurde auch die Forderung nach monatlichen Abschlagszahlungen. Stillschweigend wurde die bisherige Regelung mit vierteljährlichen Abschlagszahlungen übernommen. Weiteres ließe sich anfügen, kann aber vernachlässigt werden, weil die vor uns liegenden Kernaufgaben auch ohne diese Regelungsvorschläge richtig und fachmännisch angegangen werden.

 

Nur unter Hinweis auf die Haushaltsordnung lässt sich ein Kirchenkreisbewusstsein bei den Kirchengemeinden ohnehin nicht ausbreiten. Das bis jetzt Geschaffene wird die Verantwortlichen weiter beflügeln in Richtung auf einen Kirchenkreis zu marschieren, der dann seinen Namen wirklich verdient, - wir von der Verwaltungsstelle werden daran mit-arbeiten.